Die Nacht war okay, gegen 8 Uhr fängt es an zu regnen. Aber es ist nicht kalt. Unser erstes heutiges Ziel ist nur 30 km entfernt: Lahti.
Die Stadt ist ein bedeutendes Zentrum des nordischen Skisports. Da Lahti als „Sporthauptstadt“ Finnlands gilt, findet man im Westen der Stadt einen umfassenden Sportkomplex, wo sich unter anderem mit der Salpausselkä-Schanze drei große Skisprungschanzen befinden. Hier fanden bereits sechs Mal Nordische Skiweltmeisterschaften statt.


Und wir wollen natürlich auch hoch hinauf 😁. Es geht zuerst mit einem Sessellift zum Fuß des Schanzenturms.

Dann weiter mit dem Aufzug.

Und dann noch 3 Treppen weiter nach oben, wo dieses Schild zu sehen ist 😄

Das Innere des Turms:


Und dann dieser Ausblick:


Toller Blick und zum Glück auch gerade mal von oben trocken 🤪. Jetzt geht’s aber wieder runter – man beachte die hohen Fahrstuhltüren für die Skier.

Zu guter Letzt wieder mit dem Sessellift ganz nach unten. Hat wieder genieselt und wir sind etwas nass geworden, aber das war es wert 🙂.



Das Schwimmbad wird übrigens mit Musik beschallt und es ist auch reger Betrieb.
Wir fahren nun weiter Richtung Osten nach Lappeenranta am Saimaa-See, der größte See Finnlands. Die Stadt mit ca. 73000 Einwohnern gehörte von 1743 bis 1917 zu Russland. Durch den Saimaa-Kanal war die Stadt bis zum Beginn des Ukrainekrieges Drehscheibe für den Handel mit Russland.
Leider hat es wieder mal angefangen zu regnen und so machen wir mit unseren Hunden nur einen Rundgang an der Uferpromenade …


… zu einer riesigen Themensandburg aus mehreren Millionen Kilogramm Sand.







Es ist nix los, alles drum herum ist geschlossen. Ob es am Regen liegt? 🤔 Es ist immerhin Sonntag kurz nach fünf im Juli … Nun denn, uns soll es recht sein.
Wir gehen trotz Nieselregen noch weiter hoch ins Festungsviertel (Linnoitus). Zwischen den grasüberwucherten Resten der alten Festung liegt das historische Stadtviertel. Leider nimmt der Regen zu und wir kürzen dann doch ab 🤪.


Auf dem Rückweg kommen wir aber noch an der ältesten griechisch-orthodoxen Kirche (1785) Finnlands vorbei. Leider geschlossen 😏.


Nach einer guten dreiviertel Stunde sind wir zurück am WoMo und müssen nun erstmal Mensch und Hund trocknen 😂.

Schade, Lappeenranta ist bei gutem Wetter bestimmt schön und interessant, vor allem wegen des russischen Einflusses.
Wir fahren aber weiter. Und siehe da, als wir die Stadt verlassen, hört der Regen auf … Was soll uns das sagen? 🤔🙃
Kurzentschlossen biegen wir von der Schnellstraße 6 ab nach Osten und fahren gut 20 km zur russischen Grenze. Es ist ein komisches Gefühl den Grenzübergang so versperrt zu sehen. Früher konnte man einfach mal so auch ohne Visum die ca. 200 km nach St.Petersburg fahren …




Wir fahren zurück zur Schnellstraße und da es bereits nach sieben ist, suchen wir uns einen Platz für die Nacht. Der ist dann auch nach einer knappen Stunde erreicht. Ein Wanderparkplatz an einem kleinen Kraftwerk, nahe der finnisch-russischen Grenze.



Hier (blauer Punkt) bleiben wir heute Nacht. Es war ein nasser Tag mit vielen verschiedenen Eindrücken.
