Ein schöner Platz direkt an einer Stromschnelle – das gleichmäßige Rauschen überdeckt den Straßenverkehr. Mit anderen Worten wir haben gut geschlafen 🙂.
Nach dem Frühstück machen wir uns zu viert auf, die Gegend zu erkunden. Das WoMo steht schon in der Sonne 🌞.

Wir gehen über die Stromschnellen, deren Rauschen uns heute Nacht begleitet hat …

… machen einen Abstecher in den Wald und finden tatsächlich leckere Walderdbeeren.

Dann an einem kleinen See entlang zur nächsten Stromschnelle.

Es wurden hier in den Jahren 2020 bis 2023 mit Unterstützung von EU-Fördergeldern 3 Stromschnellen renaturiert für Süßwasserlachse und Forellen inkl. neuen Laichgebieten.

Wieder über eine Brücke auf die andere Seite …

… und zurück zum WoMo.


Eine gute Stunde weg und schon ist der Parkplatz voll 😂. Also zusammenpacken und los nach Savonlinna, ca. 90 km.
Es ist gar nicht so leicht in Savonlinna einen Parkplatz zu finden 🙂🙃.
Keimzelle der Stadt Savonlinna ist die Burg Olavinlinna. Diese wurde 1475 von den Schweden zur Sicherung der zwischen Schweden und Russland umstrittenen Region Savo erbaut. Um die Burg herum bildete sich eine Siedlung, die 1639 die Stadtrechte erhielt.

Olavinlinna (finnisch) oder Olofsborg (schwedisch, früher schwedisch Nyslott, deutsch Olafsburg) ist eine mittelalterliche Burg und gilt als die am besten erhaltene Mittelalterburg in Nordeuropa. Das liegt wohl auch daran, dass sie zwar mehrmals belagert, aber nie erobert wurde 😉.

Der Burghof ist übrigens jedes Jahr im Juli/August Veranstaltungsort für die Savonlinna-Opernfestspiele. Heute Abend wird hier Nabucco (von Verdi) aufgeführt.

Am See auf der anderen Seite ist es auch schön 😀

Und dieses Vogelhäuschen finde ich besonders gelungen

Nach diesem kleinen Ausflug fahren wir 24 km weiter nach Kerimäki.
Kerimäki ist hauptsächlich wegen der Kirche von Kerimäki, der größten christlichen Holzkirche, bekannt. Insgesamt gibt es 1670 Meter (!) Kirchenbänke mit über 3000 Sitzplätzen; 5000 Menschen können sich gleichzeitig in der Kirche aufhalten. Die Innenmaße betragen 45 m Länge × 42 m Breite × 27 m Höhe. Die am 25. September 1847 nach dreijähriger Bauzeit fertiggestellte Kirche wurde am 11. Juni 1848 (Pfingsten) feierlich geweiht. Die neoklassizistische Kuppelkirche weist einen kreuzförmigen Grundriss auf und ist innen in zwei Geschosse geteilt.








Noch ein letzter Blick auf diese wirklich beeindruckende Kirche mit Glockenturm. Jetzt steuern wir erstmal die nächste Tankstelle an. Falls es jemand interessiert, der Liter Diesel kostet hier zur Zeit so zwischen 1,70 und 1,80 €.
Mit gut gefülltem Tank fahren wir jetzt Richtung Norden. Das Navi führt uns über eine Straße, die auf der Karte gelb ist. Okay, folgen wir mal dem Navi.
Mitten durch die Seenlandschaft, wirklich schön.



Leider wird die Straße immer schlechter und wir kommen nur langsam voran. Plötzlich hört dann sogar der Asphalt auf 😝 und wir müssen teilweise im Schritttempo die letzten Kilometer bis zur „roten Straße“ zurücklegen.

Aber wir schaffen auch das – ist das vielleicht schon ein Vorgeschmack auf den Norden Finnlands? 🤔🤭
Später als geplant sind wir endlich in Kontiolahti. Wir steuern direkt das Biathlonzentrum an. Hier stehen bestimmt einige WoMos. Unsere Überraschung ist groß – viel Platz, keine WoMos. Wir gehen zuerst mal an den bekannten Schießstand …

… und suchen uns dann unseren Platz für die Nacht. Die Auswahl ist groß 😁.

Es war ein schöner sonniger aber auch anstrengender Tag. Morgen gibt es mehr Infos zu Kontiolahti 🙂, jetzt ist Zeit ins Bett zu gehen.

Hier (blauer Punkt) stehen wir heute Nacht.
