Die Nacht war ruhig und angenehm. Leider war sie nicht so erholsam wie sie hätte sein können…
Stefan hat gestern Abend zufällig gesehen, dass Hannibals rechter Hinterreifen außen komplett abgefahren ist. Nach weiterer Internet-Recherche stand fest, dass wir damit nicht mehr nach Hause kommen. Wir beschloßen daher, heute als Erstes eine Fachwerkstatt aufzusuchen und eine Expertenmeinung einzuholen 😏.
Wir fahren also mit Hannibal gegen Mittag gaaaanz behutsam 40 km in die nächste größere Stadt, nach Torsby. Hier hat Stefan eine Werkstatt ausgemacht, die sich auf Reifen spezialisiert hat.

Um 12:20 Uhr sind wir da und hoffen, dass man uns helfen kann. Der Chef persönlich – im Blaumann und Öl verschmiert – kümmert sich sofort und schaut sich den Reifen an: Weiterfahrt zu gefährlich. Es sieht danach aus, dass die Spur der Hinterachse falsch eingestellt ist 😦 und sich damit die Hinterreifen ungleich abfahren. Beim rechten fast bis auf die Felge …. 😝.

Und dann kommt die Gretchenfrage: Hat der gute Mann vielleicht sogar zwei neue Camper-Reifen (Schwerlastreifen) da oder kann welche besorgen? Es ist Freitag und wir haben uns schon darauf eingestellt, das Wochenende in Torsby zu verbringen.

Der Mann geht kurz ins Lager und er hat!!! Und das Beste: Er montiert sie persönlich SOFORT. Ohne Wartezeit.


13:20 Uhr: Nur eine Stunde später ist Hannibal hinten neu bereift und wir zwar 503 Euro ärmer, aber unendlich erleichtert 😊. Zum Dank bekommt der Mann noch zwei Flaschen gut gekühltes deutsches Bier.
Danach gehen wir in den nächsten großen Supermarkt – das dauert so lange wie der Reifenwechsel 😂.
Da der Tag eh irgendwie gebraucht ist, beschließen wir, uns rechtzeitig einen Platz für die Nacht zu suchen.
Vorher eine kleine Pause an einem Denkmal, das das hiesige Värmland zeigt und mit einem Adler gekrönt ist. Wurde als Andenken für die schwedischen Auswanderer nach Amerika und die finnischen Einwanderer errichtet.

Und dann beginnt eine wahre Odyssee – wir sind jetzt in Schlagdistanz von Göteborg in Höhe des Vänernsees und es ist Wochenende!
Der erste Platz ist merkwürdig, der zweite überfüllt, beim Campingplatz danach gab es keine Möglichkeit, einzuchecken. Rezeption schon geschlossen, Online-Check-In defekt 🤪.

Die Fahrt führt aber zumindest durch eine schöne Landschaft 😁.

Also fahren wir gen Westen – weg von der E45 und vom Vänernsee. Ein weiterer Stellplatz ist voll, zwei Parkplätze sind für Hannibal zu klein, dann letzter Versuch bei dem Freilichtmuseum Gammelgården Majberget. Hier stehen 4 norwegische WoMos – wir stellen uns dazu.

Wurde Zeit, es ist bereits nach sieben und wir haben alle Hunger 😉.

Nach unserem heute wirklich verdienten Abendessen und einem gut gekühlten Bier schauen wir noch ein bisschen Olympia im Fernsehen – wir haben ja jetzt wieder Empfang 😊.


Hey 50 Tage on tour und, wie ich iesen kann, einiges erlebt. Habt ihr noch kein Heimweh? Genießt weiter eure Zeit. Es ist schön immer mal zu lesen, was bei euch so los ist.